Der Verein
Godesberger Kanu Club 1932 e.V.
33 Gleichgesinnte gründen den GKC
13. Juni des Jahres 1932, trafen sich 33 Gleichgesinnte und gründeten den GKC.
Der Turn- und Sportlehrer Heinz Schürmann wurde zum ersten 1. Vorsitzenden gewählt und meldete daraufhin die Neugründung bei der „Deutschen Turnerschaft Sieg Rheingau“ offiziell an.
Im Hotel Schaumburger Hof mietete man die offenbar verwaiste Kegelbahn für 140 Reichsmark Jahresmiete. Hinzu kam ein direkt daneben liegendes Grundstück für 10 Reichsmark im Jahr. Der Betrag erscheint heutzutage gering, es waren aber immerhin 2 Monatslöhne.
erstes Stiftungsfest
Am 9. Juli 1933 feierten die Kanuten im Schaumburger Hof ihr erstes Stiftungsfest
Bau eines Viererkanus
Im selben Jahr wurde ein ehrgeiziger Plan zum Bau eines Viererkanus mit Steuermann vorgelegt. Es sollte beachtliche 12 Meter lang werden. Im nächsten Frühjahr begannen Georg Schmidt und Ernst Bayley mit einigen weiteren Helfern, das Monstrum zu bauen.
erste offene Bezirks-Regatta am GKC
Anfang Mai 1936 richtete der junge GKC seine erste offene Bezirks-Regatta aus. Sie umfasste bereits 13 Leistungsklassen. Der innere Zusammenhalt war groß.
erster Meisterschaftstitel für den GKC.
1937 trug der Trainingsfleiß bereits erstaunliche Früchte. Peter Feldmann und Erich Rocholz errangen auf dem Maschsee in Hannover den ersten Deutsche Meisterschaftstitel für den GKC.
nun war Krieg
Ab 1939 war Krieg, nun wurden die Bedingungen deutlich schwieriger. Bald stand die Bootshalle nicht mehr zur Verfügung. 1941 waren dort Soldaten einquartiert
19 Mitglieder sind im Krieg umgekommen.
wieder ein Nikolausfest
Am 10. Dezember 1946 wurde nach gutem Brauch wieder zum Nikolausfest ein Essen vorbereitet. Alle Mitglieder mussten dafür bis Ende November Fleischmarken und Kartoffeln abliefern. „Zur Beheizung des Saales beträgt der Eintrittspreis ein Brikett“, stand auf der Einladung.
Ab April 1946 wurde zunächst für zwei Jahre das Päda-Bootshaus gemietet.
Im Oktober 1946 wurde dem GKC eine vorläufige Genehmigung der Militärregierung erteilt, den Club weiterzuführen.
neues Bootshaus in Rüngsdorf
Im Februar 1949 wurde dann schließlich das Grundstück in Rüngsdorf gekauft.
Für den Bau eines neuen Bootshauses brauchten wir 1950 noch eine Dringlichkeitsbescheinigung vom Deutschen Kanuverband.
Von nun an wurde jedes Wochenende geschuftet, später auch mittwochs und donnerstags nach der Arbeit. Die 25.000 (!) verbauten Ziegelsteine stammten von einem niedergelegten Schornstein des Städtischen Elektrizitätswerkes an der Friesdorfer Straße.
Hallentore aus Tabakballenholz und alter Boden aus der Redoute
Am 12. Juli 1952 wurde das Richtfest gefeiert. Aber noch war das Werk nicht vollendet. Im Oktober desselben Jahres steuerte die Zigarettenfabrik Sonntag eine Fuhre Holz bei. Sie bestand aus jenen Brettern, in denen einmal die Tabakballen geliefert worden waren. Die Kanuten mussten sie selbst aussortieren und abholen. Dann wurden daraus die sieben großen Hallentore gezimmert. Als die Redoute in Godesberg – nun ein Saal für Staatsempfänge – einen neuen Parkettboden erhalten sollte, bemühten wir uns, für unseren Saal das alte, herausgenommene Parkett zu bekommen. Und wir hatten Erfolg! 1952 wurde die Decke der Bootshalle fertig. Die Mauern im ersten Stock wurden hochgezogen, Dach und Keller vollendet. Die Fertigstellung der Hallendecke war die einzige Baumaßnahme, bei der ein „Fremdunternehmen“ half.
„Atomvierer“
Da die Zeiten besser wurden, konnten ein neuer Vierer, ein Zweier und drei Einer gekauft werden. Seit Anfang des Jahres 1956 trainierten vier Frauen im neuen Vierer (die bisher nur Einer oder Zweier gefahren hatten). Im Herbst wurde dieses Quartett – bisweilen im Tonfall der spießigen 50er Jahre als „Atomvierer“ tituliert – dann in Wiesbaden Deutscher Meister. Er war besetzt mit Gerlinde Fritzen, Käte Füssenich, Gretel Heitmann und Susi Homisse.
GKC im Karneval
Neuer Rekord 1959: An der Bar wurden zu Karneval 101 Flaschen Sekt ausgeschenkt.
10.000-Meter-Langstrecke Landesmeister
1962 gab es wieder Erfolge zu vermelden: Bei den Landesmeisterschaften in Essen wurden Heinz Tscherney und Josef Convent auf der 10.000-Meter-Langstrecke Landesmeister. Seitdem der LKW zur Verfügung stand, nahmen die Abteilungen „Wasserwandern“ und „Wildwasser“ einen deutlichen Aufschwung. An allen regattafreien Sonntagen ging man auf nahen und entfernten Flüssen auf Entdeckungsfahrt.